OBERKOKS

Die “Oberschlesischen Kokswerke” waren ein bedeutendes Unternehmen der oberschlesischen Industrie am Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.  An der Börse wurde das Unternehmen damals als “OBERKOKS” gehandelt. Dieses Unternehmen erwarb die Firma Schering und trat dann selbst ab 1937 als Schering AG auf.

Zur Geschichte von Oberkoks und Schering kann ein erster Überblick in den  Wikipedia Artikeln gewonnen werden.

Hier eine Aufstellung des Anteilsbesitzes (Also der Tochtergesellschaften) des BAYER-KONZERNS aus dem Jahr 2006:

  • Auf Seite 4 wird die Borsig-Kokswerke GmbH gelistet,
  • Auf Seite 6 wird die Kokswerke und Chemische Fabriken GmbH gelistet.

Im Findbuch des Landesarchiv Berlin  “A Rep. 229”  ist auf Seiten 4-7 ein kurzer Abriss der Schering/Kokswerke Geschichte zu finden:

https://drive.google.com/file/d/0B8nWik7KaIr8OGZuYlJEM0F5VGc/edit?usp=sharing

1911 richtete die Stadt Posen  die „Ostdeutsche Ausstellung für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft“ aus. Hier hat sich Oberschlesien durch einen eindrucksvollen Turmbau vorgestellt. In der dazugehörigen Festschrift wird die Oberschlesische Industrie vorgestellt, unter anderem auch die Kokswerke (ab Seite 50 im Teil 1):

Der Turm, Teil 1:

https://drive.google.com/file/d/0B8nWik7KaIr8VmlqeTJfWTN6MHM/edit?usp=sharing

Der Turm, Teil 2:

https://drive.google.com/file/d/0B8nWik7KaIr8aHEtVlRnX29uTHc/edit?usp=sharing

Regine Zott,  “Die Umwandlung traditioneller Gewerbe in wissenschaftsbasierte Industriezweige: das Beispiel chemische Industrie – das Beispiel Schering”:

Bilder von einigen Aktien von Unternehmen:

Die Oberschlesischen Kokswerke wurden von Fritz Friedländer (damals noch ohne Adelsbezeichnung) gegründet.

Fritz von Friedländer-Fuld 

(1858 – 1917)

Informationen zum Gründer der Kokswerke sind hier zu finden:

Eintrag in der NDB (Neue Deutsche Biographie):Friedländer-Fuld, Friedrich (Fritz) Viktor von (preußischer Adel 1906)

Eintrag in der WIKIPEDIA: Fritz von Friedlaender-Fuld

Eintrag auf “Schloss Lanke”: Fritz von Friedlaender-Fuld


Auf der Webseite von Beatrice Vierneisel die sich mit 
Robert Friedlaender-Prechtl beschäftigt ist auch vieles zur Familie Friedlaender zu finden, aus den Informationen dort habe ich diese kleine Ahnentafel für Robert Friedlaender-Prechtl erstellt:

1 Robert Friedlaender-Prechtl

2 Josef Friedländer, * 10. Okt. 1836 Oppeln/Preußen   + 2. Febr. 1905 Wien. Er war Ingenieur und Besitzer einer Fabrik für Landwirtschaftsmaschinen. 

3 Beatrix Prechtl, * 24. März 1853 Wien   + 29. Mai 1919 Wien

Seitenlinie:  Ein anderer Sohn von Viktor war der Kohlenhändler Emanuel, dessen Sohn Friedrich Viktor (Fritz) Friedlaender die Firma des Vaters zu einem erfolgreichen oberschlesischen Montanbetrieb entwickelte.

4 Markus Friedlaender, Er bekam den Bürgerbrief 1834,  war Besitzer einer Destille, die er zu einer Brauerei ausbaute und mit Landwirtschaft verband;

5 ??? eine jüdische Frau aus dem österreichischen Schlesien, genannt die „Schloss-Julie“, sie war karitativ tätig und erhielt im Krieg 1870/71 als erste jüdische Frau den Luisen-Orden.

8 Viktor Friedlaender. Er erhielt 1814 den Bürgerbrief in Preußisch-Oppeln; 

Hier einige Aktuelle Bilder der Grabanlage von  Friedlaender-Fuld auf dem Evangelischen Jerusalems Friedhof in Berlin, Mehringdamm:

(Aufgenommen von mir am 25.Mai 2011)

https://picasaweb.google.com/107785466180737333220/FriedhofMehringdamm?noredirect=1

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Zeitachse

1890??? Gründung der Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG

Ende der 1880er ???Jahre verlegte Friedlaender die Firmenzentrale nach Berlin mit Sitz Unter den Linden 8

1922 – die Kokswerke und Chemische Fabriken AG erwerben die Aktienmehrheit von Schering AG und Kahlbaum AG.

30.06.1925 Umbenennung zu Kokswerke und Chemische Fabriken AG Börsenname: OBERKOKS.

1927 Beide Töchter der   OBERKOKS   (Schering und Kahlbaum) werden verschmolzen, es entsteht die Schering-Kahlbaum AG als Tochter derOBERKOKS.

23.07.1937 Verschmelzung von Schering-Kahlbaum AG und Kokswerke und Chemische Fabriken AG und Änderung des Namens inSchering AG.

Die Niederlassung in den USA wurde 1941 enteignet, der Schering-Besitz befand sich bis 1952 in US-Regierungsgewalt und wurde dann unter dem Namen Schering-Plough privatisiert.

Die deutsche Schering AG verlor somit die Rechte am eigenen Namen in Nordamerika und firmiert seit 1971 in den USA als Berlex.

Nach der Verschmelzung mit der Bayer AG hiess das neue deutsche Unternehmen seit dem 

29.12.2006    Bayer Schering Pharma AGseit November 2010 nur noch Bayer HealthCare Pharmaceuticals.

Es existiert aber weiterhin im Handelsregister ein Eintrag für die Kokswerke und Chemische Fabriken GmbH

Berichtigung HRB 1295 – 20. November 1996: Kokswerke und Chemische Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin (Müllerstr. 178, 13353 Berlin).( Quelle: Berliner Zeitung 1996 )

Müllerstr. 178 

13353 Berlin 

Deutschland 

Tel. 030 4680


Zabrze – Heizkraftwerk ???.

Im Jahr 1841 in  Zabrze entstand die  Steinkohlegrube Königin Luise?? / König Ludwig?? “Królowa Ludwika”, neben der Grube entstanden zwei Hütten: Donnersmarkhütte und Redenhütte.

Im Jahr 1855 baute man die Redenhütte mit einem Kokswerk.

1860r. hat man an die Hütte angegliedert:  die 1853 entstandene  Fabrik für Dampfkessel von Heinrich Ketoz.

Nach 19 Jahren kam die Umgestaltung in eine Aktiengesellschaft.

In 1903 wurde die AG durch die “Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG übernommen.

In 1932 hat sich diese AG mit den Borsigwerken verbunden: es entstand die “Borsig – Kokswerke AG”. Die  Redenhütte war eine Abteilung dieser AG.


Niederschlesische Bergbau-AG

Tätigkeit im Bereich der Bergwerks-, Hütten- und chemischen Industrie. Gegründet am 17.01.1928, eingetragen 06.02.1928. Die Gesellschaft hat den gesamten niederschlesischen Bergwerksbesitz der Kokswerke und Chemische Fabriken AG, der Gew. Glückhilf-Friedenshoffnung und der Gew. v. Kulmiz übernommen. Beteiligungen (1943): 1. Niederschlesische Benzolfabrik GmbH, Waldenburg. 2. Niederschlesisches Steinkohlen-Syndikat GmbH, Waldenburg (Schles.). Großaktionär (1943): Schering AG, Berlin (59%). 1946 Sitz nach Essen verlegt. Seit 1951 Abwicklung. 1964 Ausgabe von RM-Aktien mit LB und Liquidations-Anteilscheinen. Später verlagert nach Oberhausen. 1978 erloschen.


Fa. Otto:  http://www.bendorf-geschichte.de/bdf-0132/otto-042.htm

Notizen zur Chronik der Fa. Schering

    • 1851 – Ernst Schering erwarb die Schmeissersche Apotheke in der Chausseestraße 21, die er kurz darauf Grüne Apotheke nannte
    • 1855 – S. trat auf der Pariser Weltausstellung mit seinen “reinen Präparaten” auf und errang eine Silbermedaille
      im gleichen Jahr begann er mit der Umwandlung des Labors in einen chemischen Produktionsbetrieb
    • 1864 – am 21.9. erhält S. die staatliche Konzession für seine Fabrik;
      Bau eines Werkes in der Müllerstraße 170/171 in (Berlin-) Wedding
    • 1870/71 – Auftrag zur Medikamentenversorgung der Armee im deutsch-französichen Krieg
    • 1871 – Umwandlung der Chemischen Fabrik E. Schering in eine Aktiengesellschaft: Chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering);
      Schering hat 60 Arbeiter und 4 Angestellte
    • 1876 – erste überseeische Handelsvertretung in USA: Schering & Glatz
    • 1879 – 180 Arbeiter und 20 Angestellte
    • 1880 – Zweigwerk am Tegeler Weg in (Berlin-)Charlottenburg, wird eröffnet, Produktionsschwerpunkte: Narkoseäther und Tannin
    • 1882 – Ernst Schering scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus der Firma aus
    • 1888 – erstes wissenschaftliches Labor unter der Führung des Chemikers Albrecht Schmidt nimmt seine Arbeit auf
    • 1889 – am 27.12. stirbt Ernst Schering in Berlin
    • 1890 – Scherings erste pharmazeutische Spezialität, das Verjüngungsmittel Piperazin (später Gichtmittel), kommt auf den Markt
    • 1892 – Cholera-Epidemie in Europa, R. Koch und R. Virchow propagieren die Hygiene für Jedermann; S. kann auch dadurch das Geschäft ausweiten
    • 1893 – Gründung einer bakteriologischen Abteilung, Beginn der Gewinnung von Formaldehyd-Produkten zur Desinfektion
    • 1901 – Entwicklungsarbeiten zur Herstellung synthetischen Kampfers beginnen
    • 1913 – 935 Arbeiter, 112 Meister und 180 Angestellte
    • 1921 – Gründung der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung;
      Kauf der ehem. Linoleumfabrik in Eberswalde (OT Wolfswinkel)
    • 1922 – Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG erwirbt Schering und die Chemische Fabrik C.A.F. Kahlbaum GmbH sowie die Rheinische Kampfer-Fabrik;
      weitere Tochtergesellschaften werden gegründet, besonders in Übersee;
      Schering hat ca. 2400 Arbeiter und 400 Angestellte
    • 1923 – Forschungsbeginn an Sexualhormonen
    • 1923-25 – Übernahme der Aktienmehrheit bei der Spindler AG
    • 1927 – die Firmen S. und C.A.F. Kahlbaum GmbH fusionieren zur Schering-Kahlbaum AG
    • 1928 – mit Progynon® bringt S. das erste Hormonpräparat gegen klimakterische Beschwerden auf den Markt
    • 1929 – in New York wird die erste US-Tochtergesellschaft gegründet, Schering Corporation
    • 1930 – S. führt mit Uroselectan® das erste injizierbare Nierenkontrastmittel ein
    • 1932 – Herstellungsbeginn von Estradiol
      bei S. arbeiten 3084 Arbeiter und 1536 Angestellte
    • 1934 – Nippon Schering Kabushiki Kaischa in Kobe, Japan gegründet;
      S. bringt mit Proviron® das erste Androgenpräparat auf den Markt – zur Behandlung hormonal bedingter Krankheiten und Beschwerden beim Mann
    • 1937 – die Schering-Kahlbaum AG verschmilzt mit der Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG zur Schering AG
    • 1938 – S. entwickelt das Östrogen Ethinylestradiol (bis heute Bestandteil der “Pille”)
    • ab 1939 – die Beschlagnahmung aller ausländischen Patente, Warenzeichen und Tochtergesellschaften während des 2. Weltkriegs beginnt;
      staatliche Einstufung als “kriegswichtiges Unternehmen”
    • ab 1940 – Einsatz von Zwangsarbeitern auf staatliche Weisung
    • 1943 – in der Bombennacht 22./23.11. werden das Gebäude der Hauptverwaltung und das Warenlager des Stammwerkes in Berlin-Wedding völlig zertsört
    • 1945 – Demontage aller Schering-Werke, die Auslands-Tochter­gesellschaften werden enteignet, beschlagnahmt oder schließen wegen Warenmangels, Verlust aller Patente und Warenzeichen
    • ab 1950 – Wiederaufbau der ausländischen Vertriebsorganisa­tionen
    • 1957 – im Werk Charlottenburg beginnt der Aufbau der Mikrobiologie
    • 1961 – S. führt mit Anovlar® das erste Präparat zur hormonalen Empfängnisverhütung in Europa ein
    • 1973 – Microgynon®, ein niedrig dosiertes Kontrazeptivum, wird eingeführt
    • 1974 – in Japan übernimmt S. fast 100% der Nihon Schering K. K., Osaka
    • 1978 – Diane® wird eingeführt
    • 1979 – S. gründet in New Jersey, USA die Berlex Laboratories, Inc.
    • 1985 – Ultravist®, ein Röntgenkontrastmittel, wird eingeführt
    • 1987 – Einführung von Magnevist®, weltweit erstes Kontrastmittel für magnetische Resonanztomographie
    • 1990 – des US-Biotechnologie-Unternehmen Codon und das Tumor-Forschungsunternehmen Triton Biosciences, Inc. werden übernommen
    • 1991- mit Fludara® wird ein neues Leukämie-Therapeutikum eingeführt
    • 1992 – die Sparten Industrie-Chemikalien und Naturstoffe werden verkauft
    • 1993 – Zulassung von Betaseron® in den USA, erstes Medikament zur Behandlung der Multiplen Sklerose
    • 1994 – die Pflanzenschutzsparte wird ausgegliedert
    • 1995 – Meliane®, ein Präparat zur Empfängnisverhütung wird eingeführt;
      Erwerb von Medrad, Inc. USA
    • 1996 – Erwerb der finnischen Leiras Gruppe
    • 1997 – Mirena® wird eingeführt
    • 1999 – Beschluss zur Konzentration auf das Kerngeschäft und den Standort in Berlin-Wedding; in Berlin-Charlottenburg heute nur die Verwaltung der Schering Deutschland GmbH (Tochter­gesellschaft, Max-Dohrn-Straße 8), und der Physikalische Betrieb
  • 2000 – Schering-Aktie an der New Yorker Börse eingeführt;
    Erwerb von Mitsui Pharmaceuticals zur Stärkung der Position in Japan
  • 2001 – Yasmin® wird eingeführt;
    Fludara® Oral zur Leukämie-Behandlung wird eingeführt
  • 2002 – Beteiligung an Aventis CropScience an die Bayer AG verkauft
  • 2003 – Gründung des Forschungszentrums Nihon Schering Research Center in Kobe, Japan, Schwerpunkt: regenerative Medizin
  • 2005 – Schering hat als einziges Berliner Dax-Unternehmen weltweit ca. 24.500 Beschäftigte und erwirtschaftet etwa 5,3 Milliarden Euro Umsatz; Schwerpunkte des Konzerns sind vier Geschäftsbereiche: Gynäkologie und Andrologie (z.B. Mittel zur Schwangerschaftsverhütung, gegen Beschwerden in den Wechseljahren und gegen Testosteronmangel bei Männern), Kontrastmittel für bildgebende Verfahren (z.B. Röntgenauf­nahmen), Spezial-Therapeutika für chronische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) und Onkologie (Tumortherapie).
  • 2006 – im März gibt der Bayer-Konzern ein Übernahmeangebot für Schering bekannt;
    am 29.12. wird der Berliner Pharmakonzern Schering offiziell in Bayer Schering Pharma AG umbenannt

Quellen

  • Bayer HealthCare Pharmaceuticals / Bayer Schering Pharma / Schering AG- Historie
  • Landesarchiv Berlin: A Rep. 229 Schering AG Findbuch, Berlin 2005
  • Von der Grünen Apotheke zum Weltunternehmen. Historischer Jahresstrang Schering [Chronik zum 125jährigen Bestehen], Berlin 1996

Literatur

  • 100 Jahre Schering – 100 Jahre Fortschritt, Berlin/Bergkamen 1971
  • Aus einem Jahrhundert Schering-Forschung: Pharma, hrsg. v. der Schering AG – Scheringianum, Gert Wlasich u.a., Berlin 1991
  • Holländer, Hans: Geschichte der Schering Aktiengesellschaft, hrsg. von der Schering AG, Berlin 1955
  • Kobrak, Christopher: National Culture and International Competition. The Experience of Schering AG, 1851 – 1950, Cambrigde 2002
  • Landesarchiv Berlin: A Rep. 229 Schering AG Findbuch, Berlin 2005
  • Mitarbeiter fragen nach der Geschichte des Unternehmens, in: Schering-Blätter, Berlin 1971, Heft 5
  • Von der Grünen Apotheke zum Weltunternehmen. Historischer Jahresstrang Schering [Chronik zum 125jährigen Bestehen], Berlin 1996
  • Zott, Regine: Die Umwandlung traditioneller Gewerbe in wis­senschaftsbasierte Industriezweige: das Beispiel chemische Industrie – das Beispiel Schering; in: Greif, Siegfried, Laitko, Hubert und Parthey, Heinrich /Hg.): Wissenschaftsforschung Jahrbuch 1996/1997, Marburg 1998, S. 77-95 [PDF, 100kb]

Auszug aus:

http://www.euroarchiveguide.org/database/archives_sourcesd_201.htm

History of the company/bank and archive description for Schering AG Scheringianum

History of the
company/bank:
Company history and current profile of the SCHERING AG:The “Schering AG” emerged out of the merger of three formerly independent companies:

  • The “Chemische Fabrik auf Aktien (vorm. E. Schering)”, which was founded in 1871 – its predecessor was the ´Green apothecary´ in Berlin that was founded by Ernst Schering in 1851 – merged in 1927 with the “Kahlbaum GmbH” to form the “Schering – Kahlbaum AG”.
  • The majority of shares of the “C.A.F. Kahlbaum GmbH”, which came into being in 1920 as the out – separated chemical division of a Liqueur and spirit producing factory, in 1921 is taken over by the “Kokswerke und Chemische Fabriken AG”. Beyond that, the “Kokswerke und Chemische Fabriken AG” in 1922 also acquire the majority of the “Chemische – Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering)”.
  • The “Kokswerke und Chemische Fabriken AG”, founded in 1890 as “Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG”, in 1937 acquires the whole capital of the “Schering – Kahlbaum AG” and gives the name “Schering AG” to the new company. The “Schering AG” consists of a “Abteilung Chemie” (division chemicals) and a “Abteilung Bergbau” (division mining).

On the chemical – pharmaceutical sector the “Schering AG” produces pharmaceuticals and chemicals like camphor, plant – protective agents and insecticides as well as galvano – supplies and X – ray – supplies, holds interests in companies of the photographical and cosmetical industry and in the sector of dry cleaning and laundry, mixed fertilizers, varnishes and paints. The range of products of the mining sector includes fuels for industrial and house requirements, products from coking and coal – refinement plants as well as apparatus construction, iron construction, small ironware, electro steel casting, bricks and tiles.

After the Second World War all coal and coke interests in silesia (today Poland) were lost , as well as the committment in the chemical plants in Eastern Berlin and the German Democratic Republic and all patents and trademarks abroad. The branches pharmaceuticals , plant – protective agents , galvano – engineering and industrial chemicals are rebuilt worldwide. The company quits all other fields of activity until 1968. New fields of activity are added such as adhesives and structures preservatives as well as refined chemicals. In the 1980s and 1990s not only the companies that were acquired but also the branches galvano – engineering and industrial chemicals were sold. In the field of plant – protective agents together with the “Hoechst AG” the “AgrEvo GmbH” is founded.

Today Schering AG is a globally operating company producing pharmaceuticals. It holds interests in more than 100 other companies, and is involved in research, development and production of pharmaceuticals. 85 Percent of the turnover of the company is made abroad. Its main areas of activity are diagnosis and gynaecology as well as therapeuticals for the treatment of multiple sclerosis, leukaemia, arrythmia, prostate carcinoma and peripheral disturbed blood circulation.

Archive description Historical Archive situated in the ´Scheringianum´:

It is the task of the Scheringianum to document the history of the development of Schering from an apothecary to a globally operating international company. The Scheringianum with museum and historical archive organizationally belongs to the department of corporate communications of the Schering AG.Head of the Scheringianum and responsible for preparation , passing – on and extrapolation of the history of Schering: Gert Wlasich ( Tel.: +49 / 30 / 4681 2404 , e-mail: Gert.Wlasich@schering.de ).

Head of the archive and responsible for the holdings and collections: Christine Berghausen ( Tel.: +49 / 30 / 4681 2171, e-mail: Christine.Berghausen@schering.de ).

Holdings (extract):

All holdings are accessible via databases, finding lists and card indexes.

  • B00 – Schering AG and its predecessors [ Chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering) , C.A.F. Kahlbaum, Schering – Kahlbaum AG, Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG, Kokswerke und Chemische Fabriken AG : annual reports, protocols, etc. ] (since 1818) (200 records)
  • B01 – Thematical holdings concerning the history of Schering AG: (since 1851) (80 shelf metres)
  • B02 – Original documents from the management- and law department: correspondence and contracts of the chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering) Kokswerke und Chemische Fabriken AG, Schering – Kahlbaum AG, as well as of a number of domestic and foreign interests and subsidiary companies (from 1900 to 1960) (2,000 documents)
  • B03 – Special holding on the publications of the Scheringianum containing all sources on which these publications are based (1,000 separate sources)
  • B04 – Personnel and social matters, records of the works council (1945 to 1980) (500 documents)
  • B05 – Original documents of various internal origins, such as the research department and foreign departments (1880 to 1960) (600 documents)
  • B06 – Original documents relating to the business in the USA (1867 to 1990) (300 documents)
  • B07 – Original documents and copies 1933 to 1945 (250 documents)

Records deposited in other archives:

  • Landesarchiv Berlin , Kalkreuthstraße
  • Landesarchiv Berlin , Breite Straße
  • Bundesarchiv Berlin
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv , Potsdam
  • Archiv des Bauordnungsamtes Eberswalde
  • Bergbau – Archiv , Bochum

Collections (extract):

  • S01 – History of pharmaceutical products (1890 to 1980)
  • S02 – labels, folding cartons and advertising (1890 to 1980)
  • S03 – brochures, price lists, overviews on the production scheme (1871 – 1960)
  • S04 – medical bulletins for doctors (1920 – 1960)
  • S08 – photographs
  • S17 – construction plans
  • S18 – films and audio tapes
Publications /
Conditions of use After appointment (by telephone), the archive is accessible to researchers.

Zeitachse 2

Westdeutschland

Bayer

Mitteldeutschland

Schering

1851  Der Apotheker Ernst Schering (1824 – 1889) eröffnet im Norden Berlins in der Chausseestraße die Grüne Apotheke.

1871 Umwandlung der Chemischen Fabrik E. Schering in eine Aktiengesellschaft. Das Unternehmen firmiert bis 1927 als “Chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering)”.

1876 Gründung der Firma Schering & Glatz, New York, USA, als erste Vertretung, die in Übersee für das Berliner Unternehmen arbeitet.

1880 Das Zweigwerk Charlottenburg wird eröffnet. Schwerpunkt der Produktion in Charlottenburg sind Narkoseäther und Tannin.

1888 Das erste wissenschaftliche Laboratorium nimmt seine Arbeit unter der Führung des Chemikers Albrecht Schmidt auf.

1890 Die erste pharmazeutische Spezialität, das Verjüngungs- und spätere Gichtmittel Piperazin, kommt auf den Markt.

1901 Beginn der Entwicklungsarbeiten zur Herstellung von synthetischem Kampfer; erste Patente.

1921 Die Medizinisch-Wissenschaftliche Abteilung wird gegründet.

1922 Die Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG (Börsenname “Oberkoks”) erwirbt die Aktienmehrheit der Chemischen Fabrik auf Actien (vormals E. Schering)

1923 Beginn der Forschung an Sexualhormonen.

1924 Im Hauptlaboratorium wird die wissenschaftliche Kooperation mit den Wiener Hormonforschern Eugen Steinach und seinem Assistenten Walter Hohlweg, Wien, intensiviert. Ziel ist die Entwicklung eines “Zyklushormon”-Präparates.

1927 Die Berliner Chemische Fabrik C.A.F. Kahlbaum GmbH und die Chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering), fusionieren zur Schering-Kahlbaum AG.

1928 Progynon, das erste Hormonpräparat gegen klimakterische Beschwerden, kommt auf den Markt.

1929 In New York wird als erste US-Tochtergesellschaft die Schering Corporation gegründet.

1930 Schering führt Uroselectan ein, das erste injizierbare Nierenkontrastmittel.

1932 Nach der Einführung des teil-synthetischen Estradiols und Proluton, dem ersten therapeutischen Gestagen, folgt Proviron, das erste Androgenpräparat zur Behandlung hormonal bedingter Krankheiten

und Beschwerden beim Mann.

Ostdeutschland

Oberkoks

1884 14. 6.1884      Der Gleiwitzer Kohlenhändler Fritz von Friedländer-Fuld errichtet auf bergfiskalischem Gelände der Königin-Luise-Grube eine Koksanstalt (“Poręba”),

Koksanstalt ,,Skalley” entsteht – wann?

1890 Gründung der Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG, bestehend aus den Kokswerken „Poręba” und “Skalley”

1891 Errichtung der ersten oberschlesischen Benzolfabrik auf der Julienhütte.

1903 Zusammenschluss der Kohlengruben (Donnersmarkhütte und Redenhütte?) zur “Rybniker Steinkohlen-Gewerkschaft”

1903 Übernahme der beiden durch Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG

1920 Erwerb der Bergwerke “Fuchs” und “David” bei Waldenburg

1922 Übernahme der Aktienmehrheit der Chemischen Fabrik auf Actien (vormals E. Schering). Erwerb des Bergwerks “Segen Gottes” bei Waldenburg

1922? Übernahme der Chemischen Fabrik C. A. F. Kahlbaum GmbH

30.06.1925 Umbenennung zu Kokswerke und Chemische Fabriken AG

1926 Übergang der Aktienmehrheit der Rombacher Hütte auf die Kokswerke und Chemische Fabriken AG, Berlin; Umwandlung des Firmennamens in Concordia Bergbau-AG

1928 Gründung der “Niederschlesischen Bergbau AG” zu der die Bergwerke “Fuchs” , “Carl-Georg-Victor” , “Kulmiz”, “Vereinigte Gluckhilf-Friedenshoffnung” und “Segen Gottes” bei Waldenburg gehören

1931 Die Kokswerke übertragen die Aktienmehrheit der Pfeilring-Werke auf die Schering-Kahlbaum AG

1932

1937 Die Kokswerke und Chemische Fabriken AG erwirbt das gesamte Vermögen ihrer TochtergesellschaftSchering-Kahlbaum AG. Das neue Unternehmen wird wegen des international geachteten Namens Schering zur “Schering Aktiengesellschaft“.

1938 Im Hauptlaboratorium entwickeln Hans Herloff Inhoffen und Walter Hohlweg mit dem Ethinylestradiol das bis heute oral wirksamste Estrogen.

Es ist nach wie vor Bestandteil der klassischen oralen Kontrazeptiva (Pille).

1939 Die staatliche Einstufung als “kriegswichtiges Unternehmen” sowie die Internationalität von Schering ermöglichen den Führungskräften eine für die herrschenden Umstände vergleichsweise vorbildliche Haltung gegenüber gefährdeten Mitarbeitern. Ab 1940 werden auf Anweisung der zuständigen Reichsstellen in geringer Zahl auch Zwangsarbeiter beschäftigt.

1943 In der Berliner Bombennacht vom 22. auf den 23. November werden Hauptverwaltungsgebäude und Warenlager des Stammwerkes Wedding total vernichtet.

1945 Demontage aller Werke des Unternehmens. Sämtliche Tochtergesellschaften im Ausland sind enteignet, beschlagnahmt oder wegen Warenmangels geschlossen. Noch schwerwiegender ist der Verlust von Warenzeichen und Patenten. Der Name Schering darf in vielen großen Märkten nicht mehr verwendet werden.

1950 Die Möglichkeiten, Warenzeichenrechte durch Kooperationen oder durch juristische Schritte für Schering zugänglich zu machen, sind bald erschöpft. Mit neuen Warenzeichen werden nun bisher verschlossene

Märkte bearbeitet.

1953 Biligrafin und Urografin, zwei neuartige Röntgenkontrastmittel, werden eingeführt.

1954 Das Steroidpräparat Proluton-Depot zur Gestagentherapie ergänzt die Therapeutika für die Gynäkologie.

1956 Die Hormonpräparate Progynon-Depot zur Estrogentherapie und Testoviron-Depot zur Androgentherapie ergänzen das Angebot an Depotpräparaten für die Gynäkologie.

1957 Im Werk Charlottenburg beginnt der Aufbau der Mikrobiologie.

1961 – 2006  lücke…

2006 Der Berliner Pharmakonzern Schering wird am 29.12.2006 offiziell in „Bayer Schering Pharma AG“ umbenannt.

2007 Auf einer Außerordentlichen Hauptversammlung der Bayer Schering Pharma AG im Januar wird der sogenannte Squeeze-out der verbleibenden Minderheitsaktionäre beschlossen. Gemeinsam mit dem bisherigen Pharma- geschäft von Bayer wird die Bayer Schering Pharma AG als Division des Teilkonzerns Bayer HealthCare mit Sitz in Berlin geführt.

2008 Im September erfolgt das Squeeze-out der Minderheitsaktionäre der Bayer Schering Pharma AG. Die Pharma-Geschäfte von Bayer und Bayer Schering Pharma werden zur Jahreswende 2008/2009 in Deutschland zusammengeführt.